I am going down to… lama land

Fast vier Wochen waren wir in Peru unterwegs. In Cusco und im Sacred Valley. Das ist übrigens auch der Schauplatz von einem meiner Lieblingsfilme – „Ein Königreich für ein Lama“. Der Film sei euch hiermit empfohlen.
Auch für Steffen waren Lamas ein wichtiger Anziehungspunkt an Peru. Im Stadtzentrum von Cusco wurden sie geknuddelt. Allerdings handelte es sich bei den Lama-Babys dort meist um Ziegen. Dafür wurden auf Machu Picchu viele Lamas mit unserem Picknick gefüttert.
Die ersten Tage fielen mir sehr schwer. Durch die Höhe (3.400m) war es auf einmal wesentlich kälter und die Luft dünner. Vorallem Steffen schnappte am Anfang viel nach Luft. Unseren ersten Stadtrundgang machten wir im Regen-Poncho.
Dann hat sich das Wetter aber sehr geändert. Laut unseren Airbnb Hosts ist Cusco eigentlich eine kalte Stadt. Durch El Nino war es tagsüber aber sonnig und warm und meine Laune hob sich.
Die ersten zwei Wochen hatten zwei Schwerpunkte:

  1. Wandern zu Machu Picchu (5 Tage) und
  2. Veröffentlichung unserer Tassen.

Was hat uns an Peru gefallen

  • Straßenstände (Mate-Tee, Fleischspieße, Milchreis)
  • Marktessen Ceviche (Fisch)
  • Lama-Pullis
  • Beeindruckende Natur (alles ist grün am Ende der Regenzeit)
  • großer Anteil indigener Bevölkerung mit ihrer Kultur
  • friedliche und freundliche Menschen, die im Einklang mit der Natur leben
  • Meerschweinchen essen – ähnlich Hühnchen
  • spirituelle Erfahrungen in Pisac
  • bunt angezogene Menschen
  • Machu Picchu Wanderung

Was uns nicht so gefallen hat

  • zu viel einheimisches Geld am Flughafen übrig und keine Wechsel-Möglichkeit am Gate: 30,00 $ für Schokolade im Duty Free
  • einseitiges Essen: Reis und Huhn
  • körperliche Überschätzung auf Salkantay: Nach 1000m Abstieg tat mein Knie so unfassbar weh, dass es nur im Forest Gump Style und unter Schmerzmitteln zum nächsten Camping-Platz schaffte

Überblick Kosten für zwei Personen in Peru

Hier haben wir zum ersten Mal eine touristische Tour zum Machu Picchu gemacht. Das schlägt sich deutlich im Budget wieder. Außerdem haben wir uns gegen den tagelangen Bus-Horror-Ritt nach Ecuador für einen Flug entschieden. Das seht ihr den Transportkosten an. Ansonsten ist das tägliche Leben sehr günstig. Auf der Straße gibt es für einen Sol (27 Cents) einen Mate-Tee oder einen Lama-Schlüsselanhänger. Ein Taxi von der Unterkunft ins Stadtzentrum (6km) kostet 5 Soles. Ein Mittagsessen mit Suppe und Getränken gibt es in den kleinen Restaurants oder Märkten für 5 bis 6 Soles. Eine Fahrt (1 Stunde) im Minivan mit neun weiteren Personen (Collectivo) zum Nachbarort kostet 4 Soles. Eine Fahrt (1 Stunde) mit dem Bus 1 Sol. Ein Meerschweinchen kostet 40 Soles (10 EUR) im Nachbarort und 80 im Zentrum von Cusco. Ein Lama-Pulli, der eigentlich aus Baumwolle besteht, kostet auf dem Markt 35 Soles. In einem schicken Café mit gutem Internet kostet ein Kaffee etwa 8 Soles und ein frischer Saft auch.

Insgesamt fühlt sich das Geld manchmal wie Spielgeld an. Das führt aber dazu, dass wir mehr ausgeben als gedacht. Peru verzeiht das.

Im Überblick vom bis 11. März – 6. April 2016 (26 Tage):

  • Gesamt: 2.607 EUR
  • Unterkunft (Airbnb mit Einzelzimmer): 323 EUR
  • Transport: 545 EUR (Flug von Cusco nach Quito, Buchung 1 Woche vor Abflug)
  • Daily Life: 962 EUR
  • Touren: 777 EUR

Reisen, Arbeiten und Beobachtungen

Insgesamt nimmt das Arbeiten an dem eCommerce-Projekt und Steffens Kurs in Transaktionsanalyse täglich einen halben Tag in Anspruch. Deshalb klappern wir recht wenig touristische Attraktionen ab.

Cusco und die Umgebung, Sacred Valley, haben uns aber sehr gut gefallen. Die Landschaft ist eigentümlich rau und einladend zu gleich. Die Menschen und vorallem die Kinder sind so sanft, wie wir es zuvor kaum erlebt haben. Die Kleidung ist, wie auf den Postkarten bekannt, und viele Frauen tragen auf dem Rücken ihre Einkäufe, Schafe oder ihre kleinen Kinder in großen Tüchern. Die Menschen sind um einiges kleiner als wir.

Es ist definitiv eine spirituelle Energie im Sacred Valley. Unser Freund Christian beschrieb die Anden als den weiblichen Energie-Gegenpol zu Nepal.

Die Inka-Ruinen der Umgebung sind sehr beeindruckend. Machu Picchu ist zwar von Menschen überlaufen, aber definitiv ein toller Ort Menschheitsgeschichte. Es gibt aber einige weniger besuchte Orte, die sich als zweites Machu Picchu bezeichnen. Vielleicht besuchst du sie und berichtest uns!

Insgesamt hatten wir in Peru mehr Kontakt zu klassischen Reisenden und Backpackern. Jetzt sind wir in Ecuador und vielleicht treffen wir zufällig einige von ihnen hier wieder. Die Reiseroute scheint bei vielen ähnlich.

Peru bleibt für mich das schamanische Land, das raue Land, das sanfte Land.

Was sagst du zu unseren Eindrücken? Würdest du nach Peru reisen?

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Jorg + Elfi Neuenhaus
27. April 2016 2:39

Hallo, liebe Weltenbummler, wieder sehr interessant Euer Bericht, vielen Dank und viele Gruesse von Jorg + Elfi

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