Langes Busfahren nervt

Nach 18 Stunden Busfahrt und zweimal Erbrechen von Viola kommen wir in Palenque (Südmexiko) an. Mir ist auch schlecht. Die letzten fünf Stunden ging es durch den gebirgigen Dschungel. Aber ich konnte mich neben der sich wiederholt übergebenden Viola zusammenreißen. Doch bleibt keine Zeit zum Ausruhen. Wir klären unsere Weiterfahrt nach Guatemala. Morgen früh um sechs Uhr. Jetzt müssen wir eine Unterkunft finden und noch die Ruinen von Palenque besichtigen. Die befinden sich ein paar Kilometer außerhalb des wenig herzlichen Ortes. Der Lonly Planet hat uns verraten, dass an den Straßenrändern der Mitten im Urwald gelegenen Ruinen Dschungel-Hostels zu finden sind. So eines wollen wir. Also halte ich auf gut Glück einen Kleinbus an, der wie ein Taxi wirkt. Es sitzen schon zehn Personen drinnen. Für umgerechnet zwei Euro fahren wir in Richtung der Ruinen mit. Wir lassen uns am Straßenrand an irgendeiner Einfahrt absetzen und marschieren in den Dschungel. Nach 300 Metern kommen wir am „El Jaguar“ an. Mitten im Dschungel. Die Nacht kostet 18 Euro. Machen wir!

Kurz die Sachen auf’s Zimmer gebracht und weiter geht es via Fußmarsch – jetzt mit leichtem Gepäck – Richtung der Ruinen. Dort angekommen sind wir von den Ruinen von Palenque, welche von wilder Natur umgeben sind, überwältigt. Als er von unserem Vorhaben hörte sagte mein Papi zu den Ruinen Folgendes:

Auf dem Rückweg entscheiden sich Viola und ich noch einen Dschungellehrpfad zu besuchen. Es ist noch anderthalb Stunden hell. Das sollten wir schaffen. Wir sehen ein Brülläffchen. Doch dann verlaufen wir uns. Eine gewisse Unruhe breitet sich in mir aus. Doch finden wir dank entschlossenem Rückmarsch auf dem gleichen Weg zurück zum Hostel. Der ganze Wald ist vom Schreien der Affen dominiert. Es leitet die Dunkelheit ein. Nachdem wir Silvester im Bus verbracht haben und Viola sich gebratene Scampis wünscht, entschließen wir uns zu einem ausgiebigen Neujahrsessen. Für 22 Euro lassen wir es einmal richtig krachen. 20:12 Uhr. Viola und ich liegen frisch geduscht im Bett. Drei Seiten unseres Zimmers haben Fenster, die den Dschungel und uns lediglich durch löchrige Mückennetze trennen. Aber wir haben unser eigenes gespannt. Morgen früh geht es um 5:15 Uhr weiter. Die Fahrt nach Guatemala.

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