Waldwirtschaft

Heute fuhren Viola und ich mit einer Projektgruppe in den Dschungel, um diesen aufzuforsten. Das Projekt wird von einer älteren Frau geleitet, sie ist indigen. Sie erzählt uns, dass der Wald hier vor einiger Zeit abgeholzt wurde. Zusammen mit einer Schulklasse forsteten wir ungefähr fünf Hektar auf.

Anschließend ging es zum Mittagessen. Auf dem Markt von Tena gibt es Chontacuros. Das sind ziemlich dicke Maden, die aufgespießt und anschließend gegrillt werden. Sie gelten hier als Delikatesse – wie alles Ekelige auf dieser Welt. Also mal probieren. Die armen Speckis zappeln noch als sie auf dem Grillgitter braten. Sie schmecken ganz in Ordnung.

Video aus dem Dschnugel-Paradies

Kakao und Angeln

Am Nachmittag wollen wir in einer kleinen Lagune in Mishaualli mit einem Kanu durch eine Lagune fahren. Für drei Euro pro Person schifft uns der alte Pedro eine Stunde mit Paddelantrieb durch den Dschungel. Viola kann Affen und Vögel entdecken und ich kann einen 2,5m großen Fisch streicheln.

Zufrieden wollen wir noch ein nachmittägliches Heißgetränk zu uns nehmen. Viola einen Kaffee und ich einen Kakao. Denn Kakao ist in Ecuador Zuhause. 30 Meter neben dem Laguneneingang befindet sich ein Privathaus, welches Kakao anbietet. Es liegt direkt an einem Teich. Wir gehen hinein und lernen die Besitzer, ein junges Paar mit zwei kleinen Kindern kennen. Während wir einen ecuadorianischen Kakao bekommen, schaue ich auf’s Wasser und sehe ein paar fette Fische darin schwimmen. Ich gebe zu verstehen, dass ich gern angeln würde. Kurz darauf übergibt mir der Mann eine Angel und eine Scheibe Brot. Volltreffer. Direkt vom Balkon des Hauses lasse ich den Haken ins Wasser. Sofort ein Biss. Aber nichts dran. Ich stelle mich ein wenig doof an – wie immer beim Angeln. Aber kurze Zeit später habe ich einen kleinen Fisch. Auf der anderen Seite des Teiches hat mit ein Kaiman zugeschaut und ist nun ins Wasser gekommen. Ich beschließe ihn mit meinem Fang zu füttern. Wir nehmen dem Fisch sein Leben um das des Kaimans zu erhalten. Durch das aufklatschen des Fisches auf der Wasseroberfläche ist der ein Meter große Räuber aus dem Häuschen und stürzt sich auf das Fischchen. Dann hängt er weiter ab, nur Nase und Augen über der Wasseroberfläche.

Unser Gastgeber holt jetzt ein Stück Fleisch aus der Küche und hängt es an den Haken. Er wirft aus. Eine Minute später hat er einen riesigen piranhaartigen Fisch am Haken. Ich bin neidisch. Jetzt bekomme ich auch ein Stück Fleisch für den Haken und fange einen kleineren zanderartigen Fisch. Der wird gegessen! Hochzufrieden mit einer Packung Kakao für später verlassen wir unsere Gastgeber und beenden einen anderen perfekten Tag.

Wie sieht für dich ein perfekter Tag aus?

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

Der Kaiman ist so niedlich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.