YOLO – You only live once.

Wir (20-somethings) wollen die Welt entdecken, Karriere machen, die Welt retten, Seminare besuchen, uns entwickeln, die besten Partys erleben, Kinder kriegen, heiraten, mit Freunden sein, das neuste Rezept kochen, Yoga machen,…

Die Idee des Lebensstils ist:

Warum still sitzen, wenn ich doch etwas erleben kann? Hauptsache nichts verpassen.

Dabei bleiben wir oft unverbindlich. Unsere Kalender sind voll, unsere Ressourcen leer, denn allem wird (auf Facebook) zugesagt um am Ende das „Beste“ auswählen zu können.

Und so werden die Events nacheinander konsumiert – vielleicht ohne, dass sie unsere Person berühren. „New York? Sankt Petersburg? War ich schon. Burning Man? Klar, dabei! Kennst du schon GfK, Jivamukti Yoga und Super Food?“

Die Checkliste für Kuba sagt: Zigarre. Mojito. Selfie vor dem Capitol in Havanna.

YOLO! Kennen Viola und ich schon. Weil wir es jahrelang betrieben haben. Nur hieß das früher nicht so. In der letzten Zeit haben wir das Gegenteil geübt: Innehalten.

JOMO – Joy of Missing out.

Lieber nur einen Freund treffen statt Meetup; lieber schlafen statt Berghain; lieber dem Partner begegnen statt Workshop. Lieber genießen.

Wir üben bei dem zu bleiben, was wir wirklich wollen. Die wichtigen Dinge verpassen wir schon nicht. Anhalten und wahrnehmen eben.

4 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Sehr schön auf den Punkt gebracht Viola! Man entwickelt sich halt weiter und die Prioritäten verschieben sich. Inne halten – den Moment genießen, muss man erst lernen. That`s life!

Der Artikel ist von mir! Grüße von Steffen

Mit Umschreiben von mir. Damit Steffen sich freut, ist er jetzt Autor. 😀

Innehalten zu lernen ist ganz schön schwer. Eine emotionale Achterbahnfahrt. Wenn es klappt, ist das Leben aber so wunderbar leicht und angenehm.
Danke für dein Feedback, Jan.

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