Die Fahrt

Vor ein paar Tagen besuchten Viola und ich den Norden Balis, um dort unser Schicksal aus Jahrhunderte alten Palmblättern gelesen zu bekommen. In Singarara befindet eine solche Lontar-Bibliothek. Drei Stunden fuhren wir mit dem Roller ans andere Ende der Insel. Dabei hatten wir auch eine kleine Panne. Sie konnte für 15 Euro für ein sinnloses Ersatzteil und sinnvolles Ausklopfen eines Filters behoben werden.

Die Palmblatt-Bibliothek

Als wir in der größten Stadt in Balis Norden angekommen waren, erklärte uns Ayu die Herkunft und die Fertigungsweise der Palmblätter. Das wusste ich längst und konnte kaum an mich halten zu fragen, wie wir ein Palmblatt-Reading bekommen könnten. Schließlich war das der Grund, warum ich hier war. Ayu war ebenfalls eine tüchtige Geschäftsfrau und bot uns eine Lesung für 16 Euro p.P. an. Wäre ich nicht so forsch gewesen hätte ich die Lesung sicherlich auch für 10 Euro bekommen können.

Aber der Preis war für mich vollkommen okay. Von einer deutschen Reiseagentur wusste ich, dass eine Lesung in den Palmblättern von einem „weisen“ Mann durchgeführt und die Informationen von einem Dolmetscher übersetzt werden sollten. Eine echte spirituelle Show, mit sehr viel Bedeutung also, für 150 Euro. Wir sagten Ayu unser Geburtsdatum. Sie schaute kurz in einer App nach und schon erzählte sie Dinge über uns, die von Palmblättern digitalisiert, auf dem Bildschirm standen. Viola wurde wirtschaftliches Talent bescheinigt, während ich Quasselstrippenhaftigkeit besitzen soll.

Für mich eine authentische Erfahrung. Außerdem schickt sie uns noch weitere Informationen via E-Mail. Die Balinesen sind halt auch nicht von Übergestern.

Nachdem wir die Schicksalsbibliothek verlassen hatten, aßen wir eine Schwarzwälder Kirschtorte oder das, was die Balinesen darunter verstehen. Ein älterer Mann fing an auf mich einzureden, ob wir zum ersten Mal hier seien. Er gab mir einen Tipp für einen Tempel (Pura Beji) und einen Wasserfall. Und wir wissen ja: „Wenn Locals etwas empfehlen, dann folgen wir dieser Idee.“

Märchenland-Wasserfälle

Der Tempel war wirklich ausgezeichnet. Keine Menschenseele war da. Zeit um einen Mittagsschlaf darin zum machen. Dann ging es weiter mit dem Roller ins Gebirge. In der Mitte Balis sind nämlich gar nicht so flache Berge. Ziemlich versteckt fanden wir die Wasserfälle von Sekumpul. Nahe der Aufschlagstelle des Wassers herrschen unheimlich starke Winde. Da wurde mir anders. Auch der Massage-Effekt kehrte sich aufgrund der Aufprallstärke eher ins Gegenteil. Es hatte mich echte Überwindung gekostet unter direkt unter den Wasserfall zu schwimmen. Hat sich gelohnt.

Abends sind wir dann noch die drei Stunden zurück nach Canggu gefahren. Jetzt haben wir beide eine Erkältung vom Fahrtwind.

Wie war deine Woche?

3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Lena und Uli
21. August 2016 4:53

Hallo ihr zwei. Schönen Blog und tolle Videos habt ihr da. Wir hoffen ihr seid noch gut zurück gekommen! War ein toller Tag mit euch 🙂
Liebste Grüße Uli und Lena

Hallo ihr Beiden,
entschuldigt die späte Antwort. Wir sind noch gut zurück gekommen – mit ein wenig Regen dabei. Uns hat es auch viel Freude bereitet. Viele Grüße

Wollte heute im Bett die SALZBURGER NACHRICHTEN lesen, kam jedoch nicht dazu, weil ich nicht aufhören konnte, euren Blog zu lesen. FASZINIEREND! Das ist Leben! ALLES GUTE AUCH FÜR SIE NÄCHSTE ZEIT!

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