Bangkok ist laut, stauig, schnell. Eigentlich ein Grund, um hier schnell wieder zu flüchten. Doch ich habe mich diesmal anders entschieden. Nachdem Viola mit ihren Mädels (Nora und Yara) auf die Südthailändische Insel Ko Samui geflüchtet ist, habe ich mich in Bangkok eingenistet. Eine gute Wahl.

Denn letztes Wochenende fand hier eine digitale Unternehmer-Konferenz (DCBKK) statt. Und das bedeutet: Viele Freunde wieder treffen. Martin zum Beispiel lernte ich in Rio kennen. Er ist Autor und hat bereits 10 Bücher  veröffentlicht. Ja, er lebt davon. Wir wohnen 100 Meter von einander entfernt und verbringen die Tage mit Arbeiten, Sport und Marktbesuchen. Dann kamen Facu (Argentinien), Chis (USA) & Marcelle (Brasilien) sowie Angy (Thailand) dazu. Eine witzige Kombination von Online-Unternehmern, rund um den Globus.

In der Mitte ist Facu aus Brasilien, rechts Martin aus Berlin.

Martin ist Vollzeit-Autor. Hier der Link zu seinem Reisebuch. Es ist für mich noch immer unfassbar, dass sich Menschen auf verschiedenen Kontinenten treffen. Martin beispielsweise kenne ich erst seit Februar. Doch haben wir uns schon in Südamerika, Europa und Asien getroffen.

Während ich auf der Konferenz in Bangkok etwas über Email-Listen lerne, schießt Philipp in Berlin Fotos für unser neues Amazon-Produkt. Wir besprechen über eine Entfernung von 8.603 Kilometer die Datails per Whatsapp . Normal, oder?

Abends stemmen wir im Kraftraum oder im Park mit den anderen Thais Gewichte. Danach genießen wir die Skyline von Bangkok im Rooftop-Pool. Easy. Das sind wirklich gute Zeiten. Wir erzählen darüber, wie es in Deutschland jetzt schon wieder kalt ist und immer dunkler wird. Wir erzählen uns vom deutschen Trott der 5 Tage Woche. Ich erinnere mich, wie ich immer auf’s Wochenende hinfieberte. „Welcher Tag ist heute?“ frage ich Martin. „Montag glaube ich.“ „Ach ja.“ Die Wochentage spielen keine Rolle mehr, außer dass an manchen nicht so viele Geschäfte offen haben.

Besagter Pool. Ich finde diese Art zu Leben so unfassbar, surreal und frei.

Es sind aber keine Ferien hier. Wir liegen nicht den ganzen Tag rum, im Gegenteil. Gegen sechs Uhr morgens klappe ich den Laptop auf und fange mit der Arbeit an – bis kurz nach zwölf. Dann treibt mich der Hunger in die Food-Corner um die Ecke. Danach bestehe ich auf meinen Mittagschlaf – eine halbe bis eine Stunde. Nachmittags gehe ich ins Café – nochmal zwei bis drei Stunden arbeiten und dabei eine Eis-Schokolade schlürfen. Martin macht „Fokus-Sessions“. Keine Ahnung, was das bedeutet. Ich glaube das bedeutet, dass er auch arbeitet.

Und so geht es Tag ein, Tag aus. Sightseeing nimmt keinen Raum ein. Alle paar Tage gehen wir mal irgendwo hin und erleben etwas von der Stadt. Ansonsten haben wir Alltag in Bangkok. Das ist genau mein Ding. Arbeitstechnisch habe ich für mich den Stein der Weisen entdeckt. Ich wache von allein auf, ich habe Lust auf mein Projekt und es macht mir riesig Spaß, es geht voran und kein Tag fühlt sich wie ein Arbeitstag an. Jetzt muss ich nur noch Geld damit verdienen.

Die Konferenz findet in einem Hilton-Hotel statt. Es ist ein gehobenes Hotel, mit riesigem Rooftop-Pool im 7 Stock. Für die Konferenz habe ich nicht bezahlt. Ich wollte mir die 700€ nicht leisten. Das sehe ich aber nicht als Grund, nicht an der Konferenz teilzunehmen. Ich schleiche mich ein. Mit größter Selbstverständlichkeit betrete ich die Lobby. Martin hat mir gesagt, dass die Luft rein ist und es keine Kontrollen gibt. Ich steige in den Fahrstuhl und fahre in den 7. Stock. Dort angekommen, bediene ich mich an den kostenlos angebotenen Getränken. Danke. Einen Trainingsraum gibt es auch. Also erstmal pumpen.

in den nächsten zwei Tagen gibt es Vorträge. Zwischendurch gönne ich mir ein Häppchen am Buffet. Alles vom Feinsten. Ein bisschen schäbig komme ich mir schon vor. Aber das ertrage ich mal. Es sind coole Leute da, mit denen ich mich anfreunde. Die Teilnehmer sind wie eine große Familie an diesem Wochenende. Alle geben kostenlos ihre Expertise preis. So ist der Konferenz-Geist. Sharing is caring. So gewinne ich in kürzester Zeit Einblicke in völlig andere Bereiche. Klasse.

Die nächste Konferenz werde ich wahrscheinlich mal bezahlen. Wir werden sehen.

Hier ist noch ein Video, welches mein Freund Miles gemacht hat. Er ist ein sehr erfolgreicher Online-Entrepreneur. Geh zu Minute 1:26 und höre dir an, wie schrecklich er mein Verhalten findet. 😉

3 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Aha. Während ich im kalten Berlin an deinen Bildern arbeite, liegst du im Pool und futterst heimlich am Buffet. Läuft bei dir…

Hahahaha, einer muss ja die Arbeit machen. Und das bist halt du. 😀

Steffen hat alle richtig gemacht, Phillip. 😀 Komm bald vorbei!

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