Die letzten zwei Wochen war Philipp zu Besuch. Er wollte reisen und auch den Alltag eines ortsunabhängig arbeitenden Menschen kennenlernen. Beide Ziele haben wir erreicht. Neben mehrtägigen Ausflügen ins Landesinnere von Bali haben wir auch einen Teil seines Aufenthalts im Coworking-space verbracht, um uns dort mit unseren Projekten zu befassen.

Ein Teilprojekt war ein Fotoshooting:

Mein persönliches Highlight des Besuchs von Philipp war für mich die Besteigung des Vulkans Mt. Batur. Eigentlich wollten wir eine Tagestour zu einem Friedhof und auf den Berg machen. Mit ein Paar Freunden wollten wir zu fünft und einem Fahrer zu dem 70 Kilometer entfernten Vulkan fahren. Nachdem aber der Fahrer aus abergläubischen Gründen kurzerhand abgesagt hatte, taten es ein Teil unserer Freunde auch. Wir entschlossen uns dennoch zu fahren – und zwar mit dem Roller – und einfach eine Nacht zu bleiben, damit sich die Fahrerei in Grenzen hält. Denn 70 Kilometer im indonesischen Verkehr sind kraftraubend. Die ständige extreme Aufmerksamkeit, die gefordert ist, macht nach zwei Stunden fahrt ziemlich müde.

Wir besuchten den besagten Friedhof, auf dem die Toten nicht begraben, sondern über der Erde dem Verwesungsprozess überlassen werden. Bambusverschläge schützen die Leichen vor Tierfraß. Es gab ein paar Totenschädel zu sehen, doch hatte ich eher den Eindruck einer Touristenattraktion eines kleinen Dorfes auf den Leim gegangen zu sein. Denn der sogenannte Friedhof sah mir doch sehr für Besucher hergemacht und nicht bewirtschaftet zu sein aus. Das war für mich aber auch in Ordnung, muss ich mir doch an die eigene Nase fassen, wenn es darum geht, morbide Attraktionen aufzusuchen.
Später am Nachmittag des Tages suchten wir uns ein kleines und feines Hostel mit tollem Blick auf den Vulkansee des Mt. Batur sowie einem Pool, der vom Wasser aus heißen Quellen gespeist wurde.

Am nächsten Morgen starten wir um 4:00 mit unseren Rollern, um den Vulkan zu besteigen. Dies ist eigentlich ohne Führer gar nicht erlaubt. Aber wir suchten das Abenteuer und den “Nervenkitzel”. Wir stellten unsere Roller am Wegesrand ab und gingen los. In der Dunkelheit verliefen wir uns auch ein paar mal. Immer wenn ein Auto kam, sprangen wir vom Weg in die Büsche, um nicht von der lokalen Autorität daran gehindert zu werden, ohne Führer den Berg zu besteigen. Das klappte.

 

Zum Sonnenaufgang waren wir oben und genossen das rege Treiben auf der Spitze des Berges.

Nach der Rückankunft am Roller wurden wir von platten Reifen an beiden Rollern überrascht. Vorder- und Hinterräder wurden aufgeschnitten. Ohne, dass es mich großartig störte, organisierte ich einen Kleintransporter und wir wurden zur nächsten Werkstatt gefahren. Für knapp 60 Euro konnten wir unsere Fahrt zwei Stunden später fortsetzen. Alles in Allem waren unsere zerstochenen Reifen noch immer günstiger als eine gebuchte Tour. Also alles in Ordnung.
Wir fuhren Richtung „Heimat“ und hatten uns noch einen Wasserfall als Haltepunkt auf dem Weg nach Hause ausgesucht. Dort entstanden diese Bilder:
Fazit: Die Zweitages-Tour kam mir aufgrund der Fülle an spannenden Events wie eine fünftägige Tour vor.
Philipp ist inzwischen schon wieder Zuhause. Wir haben uns gut verstanden und ich freue mich, dass er gekommen ist. Wir haben uns ein paar tolle Erinnerungen geschaffen.

7 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

Es war eine geniale Zeit auf Bali. Ereignisreich, lehrreich, augenöffnend und sehr lustig.

Es war toll dich hier zu treffen!
Danke, dass du gekommen bist.
Bali Love! <3

Hehe, wir haben wirklich Einiges erlebt. 😀

Ausdrucksstarke Bilder und ein schönes Video um an euren Eindrücken teilzuhaben:) vielen Dank dafür ihr Lieben 🙂

Hey Marco, danke für’s Lesen und kommentieren.

Echt schön! Bali ist mit Sicherheit eine Reise wert.

Wir lieben Bali. 😉

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